Brustvergrößerung

Die Brust vergrößern

In erster Linie wird bei einer Brustvergrößerung das Ziel verfolgt, dass der weibliche Busen mit Hilfe von Implantaten, die gewünschte Größe und auch Form erreicht, welche sich die Patientin vorstellt. Liegt eine Asymmetrie vor (eine Brust ist kleiner) oder ist die Brust deutlich erschlafft, kann auch eine Bruststraffung – in Verbindung mit der Vergrößerung – erfolgen. Viele Frauen haben Bedenken, dass auf Grund der Operation die Stillfähigkeit beeinflusst wird; das ist nicht der Fall. Die Operation erfolgt entweder tagesklinisch oder stationär, wobei in vielen Fällen die Patientin – nach dem Eingriff – rund 24 Stunden in der Klinik verbleiben muss.

Die unterschiedlichen Operationsmöglichkeiten

Es gibt unterschiedliche Operations-Methoden. Bei der transaxillären Methode (der Hautschnitt erfolgt in der Achselhöhle), wird das Implantat über die Achsel in die Brusttasche verpflanzt. Vor allem bei größeren Implantaten wählt der Mediziner jene Methode; die Narbe ist unauffällig. Der inframammäre Schnitt (der Hautschnitt erfolgt direkt in der Umschlagfalte) ist die beliebteste Methode.

Brustvergroesserung Dresden Leipzig

Viele Bedenken in Sachen Brustvergrößerung sind unnötig

Durch diesen Hautschnitt kann das Implantat direkt unter den Brustmuskel verpflanzt werden. Werden sehr große Implantate verwendet, muss der Mediziner darauf achten, dass sich jene nicht in die Brustumschlagsfalte verlagern. Eine weitere Möglichkeit ist der infraaeroläre Schnitt (der Schnitt erfolgt am unteren Brustwarzenhofrand); der Vorteil ist, dass die Narbe sich an den Farbkontrast der Brusthaut bzw. des Warzenvorhofs anpasst und somit “unsichtbar” wird. Bei einem sehr kleinen Warzenhof ist der Schnitt bzw. die Durchführung nicht oder nur sehr schwer möglich. Des Weiteren gibt es den transareolären Schnitt (der Schnitt erfolgt quer im Warzenhof), den kranioareolären Schnitt (den sogenannten Brustwarzenhofrandschnitt) sowie den periareolären Schnitt (der Schnitt erfolgt um den gesamten Warzenhof).

Die Implantate

Für welchen Zugang sich der Arzt schlussendlich entscheidet, ist von der Größe des Warzenhofs, der Größe der Brust, dem gewünschten Implantat (Größe und Modell) sowie auch den persönlichen Vorstellungen und Wünschen der Patientin abhängig. Damit das Implantat in der Brust seinen Platz hat, werden der Muskel und das Gewebe mobilisiert und danach das Implantat in die Brusttasche platziert. Die Platzierung erfolgt entweder unter dem Brustmuskel oder hinter der Brustdrüse.

Damit etwaige Risiken (Sammlung von Wundsekret, Entstehung einer Kapselfibrose) verhindert bzw. reduziert werden, wird ein Wunddrain in die Brust eingelegt. Die heuten Brustimplantate sind sogenannte kohäsive Silikongelfüllungen. Ein Auslaufen der Implantate ist nicht möglich. Die Hülle besteht aus Silikon; die Oberfläche ist entweder rau (texturiert) oder glatt. Des Weiteren gibt es anatomische dreidimensionale Implantate, die im klassischen Fall eine Tropfenform aufweisen und runde Implantate, die in verschiedenen Projektionen und Profilen erhältlich sind.

Die Haltbarkeit

Ein Austausch der Implantate ist nur dann notwendig, wenn ein Riss in der Hülle bzw. diverse Komplikationen, welche unabhängig vom Implantat möglich sind, auftreten. Aus diesem Grund sollten regelmäßige Kontrollen durchgeführt werden. Die Lebensdauer der Implantate beträgt mehrere Jahre bzw. einige Jahrzehnte. Herstellerfirmen deklarieren sich nicht bei der Haltbarkeit; viele bieten jedoch aber eine lebenslange Austauschgarantie an. Es gibt – das haben auch unzählige wissenschaftliche Untersuchungen und Studien ergeben – keinen Zusammenhang mit einer Brustvergrößerung und etwaigen Autoimmunerkrankungen, Rheuma- oder sonstigen Bindegewebserkrankungen. Selbst Brustkrebs oder andere Tumore werden – auf Grund der Implantate – nicht begünstigt.

Alternativen und Risiken

Neben der Möglichkeit die Brust mit Implantaten zu vergrößern, hat die Patientin auch Alternativen zur Auswahl. So kann die Brust mit Eigenfett (Lipofilling) vergrößert werden. Selbst ein Brustaufbau mit dem körpereigenen Gewebe ist möglich (Lappenplastik). Im Regelfall gibt es – wenn sich die Patientin für die klassische Brustvergrößerung mit Implantaten entscheidet – kaum Komplikationen. Jedoch muss der Patientin bewusst sein, dass jeder Eingriff mit einem gewissen Risiko verbunden ist. Allgemeine Risiken sind etwa Thrombosen sowie Embolien, Nachblutungen sowie Haut- und Weichteilschäden.

Auch Lagerungskomplikationen, Wundheilungsstörungen sowie eine starke Narbenbildung oder auch eine Unverträglichkeitsreaktion können möglich sein. Spezifische Risiken sind eine Kapselfibrose, eine Implantatruptur sowie eine Gefühlsminderung der Brust bzw. ein Fremdkörpergefühl. Auch eine Infektion, Asymmetrien wie ein Verrutschen der Implantate ist genauso möglich wie eine Serombildung oder eine Perforation des Implantats. Zusätzliche Risiken, welche bei einer Brustoperation (Vergrößerung inklusive Straffung) auftreten können, sind nachträgliche Veränderungen der Brustform, ein gestörtes Narbenbild sowie auch eine Bürzelbildung bzw. keine runder Warzenvorhof.

Die Kosten

Die Kosten für einen reinen Vergrößerungseingriff liegen zwischen 4.000 Euro und 6.000 Euro; benötigt die Patientin eine Straffung, sind Kosten zwischen 5.000 Euro und 8.000 Euro möglich.