Gesundheit

In unserer modernen Arbeitswelt dreht sich mittlerweile alles nur mehr um Leistung. Kleine Wehwehchen sind da im Weg und beinträchtigen unsere Produktivität und somit auf lange sich auch unsere Karriere. Daher ist es am Besten bereits frühzeitig auf die eigene Gesundheit zu achten.

Akne behandeln mit Hausmitteln

Akne ist ein Problem der Haut, das weit verbreitet ist. Akne kann Menschen in den unterschiedlichsten Altersstufen betreffen und die betroffenen Hautstellen befinden sich oftmals nicht nur im Gesicht, sondern auch am Hals, am Rücken oder auf der Brust. Die typischen Merkmale von Akne sind gerötete Pickel, die mit weißem bzw. gelblichem Eiter gefüllt sind. Weitere Merkmale sind aber auch Klumpen, Mitesser und rote Bäumen auf der Haut.

In vielen Fällen entsteht Akne aufgrund von Übersäuerung oder wegen hormonellen Veränderungen im Körper. Das ist der Grund warum Akne oftmals in der Pubertät vermehrt auftritt. Aber auch bestimmte Medikamente oder mangelnde Hygiene können ein Auslöser für diese Hautkrankheit sein. Weitere Auslöser können Bakterien und verstopfte Poren sein. Wenn man Akne nicht zur rechten Zeit behandelt, so ist es möglich, dass Narben in Form von dunklen roten Flecken auf der Haut zurück bleiben. Akne kann mit verschiedensten natürlichen Heilmitteln gemildert bzw. auch vollständig behandelt werden.

1. Die Wirkung der Aloe Vera

Das erste natürliche Hausmittel mit dem Akne behandelt werden kann, ist Aloe Vera. Diese natürliche Pflanze hilft sehr gut zur Behandlung von mittlerer bzw. schwerer Akne. Die Pflanze enthält nämlich entzündungshemmende und desinfizierende Stoffe. Diese Stoffe helfen somit die Akne-Bakterien zu behandeln. So können ebenfalls Infektionen behandelt werden und die Heilung der beschädigten Haut wird ebenfalls unterstützt.

Aloe Vera kann am besten verwendet werden, indem ein Blatt von der Pflanze abgeschnitten wird und das darin enthalte Gel entnommen wird. Dieses Gel sollte dann auf die zu behandelnde Stelle aufgetragen werden. Diese Behandlung kann ein bis zweimal pro Woche wiederholt werden.

2. Natürliches Heilmittel Kurkuma

Das natürliche Gewürz enthält ebenfalls entzündungshemmende und desinfizierende Stoffe, die die Bakterien, die Akne erzeugen, bekämpfen können. Wendet man dieses Gewürz regelmäßig an, so ist es möglich die Anzahl der Bakterien, die Akne verursachen, verringern zu können.
Für die Anwendung einfach 1 Esslöffel Kurkuma mit etwas Wasser vermischen und auf die betroffenen Hautstellen auftragen. Wenn die Paste getrocknet ist einfach mit kaltem Wasser abspülen. Die Anwendung sollte zweimal pro Woche wiederholt werden. So ist es möglich Hautunreinheiten effektiv entgegen zu wirken.

3. Vielschichtig nutzbar: Kokosöl

Natives Kokosöl kann sehr gut bei Hauterkrankungen angewendet werden. Es sorgt für ausreichend Feuchtigkeit auf der Haut und hat ebenfalls eine antibakterielle Wirkung. Zusätzlich kann Kokosöl auch feine Fältchen mildern und verfügt über einen natürlichen Anti-Aging Effekt.
Das Öl sollte über Nacht angewendet werden. Dafür vor dem Schlafen gehen das Gesicht sorgfältig mit Wasser reinigen und nach dem Trocknen ausreichen Kokosöl auf das Gesicht auftragen. Am nächsten Morgen wird das Öl ganz einfach wieder abgewaschen.

4. Ein einfaches Hausmittel – Backpulver

Backpulver verfügt über eine antiseptische Wirkung und kann so gut gegen Akne angewendet werden. Außerdem hilft es den pH-Wert im Gleichgewicht zu halten und die Haut zu reinigen. Für die Behandlung Backpulver einfach mit Wasser vermischen und die Paste mit einem Wattestäbchen auf die Aknestellen auftragen. Diese Paste ca. 1 Minute auf der Haut auftragen und danach mit Wasser abwaschen. Diese Behandlung kann einmal pro Woche wiederholt werden.

5. Für den Magen und die Haut: Apfelessig

Apfelessig hat eine antibakterielle und ebenfalls antiseptische Wirkung. So werden die Hautporen von überschüssigen Fetten befreit und gereinigt. Dieser Essig kann als eine Art natürliches und reinigendes Gesichtswasser angewendet werden. Für die Behandlung mit Apfelessig wird einfach ein Teelöffel Apfelessig mit 3 Teelöffeln Wasser vermischt und mit einem Wattebausch auf die zu behandelnden Stellen aufgetragen. Nach einer Wartezeit von 10 Minuten wird das Gesicht einfach mit warmem Wasser gewaschen. Diese Behandlung sollte einmal pro Tag für eine längere Periode wiederholt werden.

6. Gurke strafft die Haut

Gurken sind ebenfalls ein gutes Mittel gegen Akne. Sie haben eine Art zusammenziehende Wirkung. Diese Wirkung hilft Entzündungen entgegen zu wirken. Außerdem Wirken Gurken beruhigend und kühlend. So kann eine Gurke helfen die Schmerzen von Akne zu mildern. Für die Behandlung wird einfach eine Gurke püriert und durch ein feines Sieb abgeseiht. Dieses Gurkenwasser sollte danach für 20 Minuten in den Kühlschrank gestellt werden. Danach wird ein Wattebausch in dieses Gurkenwasser getaucht und die Akne aufgetragen. Das Wasser soll nun ca. 20 Minuten einwirken und danach sollte es mit kaltem Wasser abgespült werden. Diese Behandlung sollte an zwei nachfolgenden Tagen 2- bis 3-mal pro Tag angewendet werden.

Weitere Tipps

Die Anwendung von Apfelessig, Gurke und Kokosöl kann noch verstärkt werden. Es ist möglich jeden Tag ein Glas Wasser mit Apfelessig zu vermengen und dieses zu trinken. Das gleiche ist auch mit dem Gurkenwasser möglich. Kokosöl kann jeden Tag gezogen werden. Dazu nimmt man das Öl in den Mund und zieht es für ca. 10 Minuten durch den Mund und die Zähne. Mit diesen Methoden ist es möglich den Körper von innen zu reinigen.

Weitere Tipps gegen Pickel sind den Verzehr von Zucker und Alkohol so gering als möglich zu halten, denn diesen beiden Stoffe können Entzündungen fördern, die Hände sollten nicht im Gesicht herumstreichen, Make-up sollte vermieden werden, chemische Produkte sollten im Gesicht vermieden werden und es sollten viele grüne sowie zinkhaltige Lebensmittel in den Ernährungsplan eingegliedert werden.

Schlafstörungen – Ein Risikofaktor

In unserer Rund-um-die-Uhr-Gesellschaft kommt der Schlaf immer mehr zu kurz: Untersuchungen zeigen, dass wir ungefähr eine halbe Stunde bis eine Stunde weniger schlafen als noch vor 100 Jahren. Jeder Funfte schläft kürzer als sechs Stunden! Außerdem nehmen Ein- und Durchschlafstöungen immer mehr zu. All das geht nicht spurlos an uns vorüber; denn zu wenig Schlaf kann verschiedene psychische und körperliche Erkrankungen verursachen.
Ein Beitrag von Dr. Karin Mann

Das Spektrum an Krankheitsbildern, die durch Schlafmangel und Schlafstörungen entstehen können, ist, wie man inzwischen weiß, sehr breit. Da sind zunächst einmal die psychischen Erkrankungen: Stimmungstiefs, Angststörungen, Depressionen. Eine große Analyse von über 20 Studien konnte belegen, dass insomnische Symptome (auch ohne gleichzeitig bestehende psychische Erkrankung) mit einem doppelt so hohen Risiko ein- hergehen, zu einem späteren Zeitpunkt im Leben depressiv zu werden.

Ferner erhöhen Schlafstörungen schon bei Jugendlichen die Gefahr, dass sie vermehrt zur Zigarette und zur Flasche greifen. Und auch das Selbstmordrisiko steigt steil an, wenn Menschen ständig schlecht schlafen: Eine Übersicht über Studienergebnisse zum Zusammenhang zwischen Selbstmorden, Suizidgedanken oder versuchen und Schlafmangel bzw. gestörtem Schlaf zeigt, dass schon allein die Verkürzung der Schlafdauer mit vermehrten Selbstmordgedanken und -versuchen einhergeht. Eine andere große Untersuchung deutet darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit für ein Suizidrisiko pro Stunde Schlaf drastisch abnimmt! Man kann also tatsächlich eine Menge für seine psychische Gesundheit tun, indem man sich genügend Schlaf gönnt.

Aber nicht nur Schlafmangel und Schlafstörungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass jemand auf die Idee kommt, sich das Leben zu nehmen. Auch Alpträume sind ein ernst zu nehmender Risikofaktor: Schon gelegentliche Alpträume steigern einer großen finnischen Studie zufolge die Selbstmordgefahr um mehr als die Hälfte; regelmäßige schlimme Träume verdoppeln sie sogar.

Mangel an „Glückshormon“ verschlechtert Stimmung und Schlaf

Der Grund für den Zusammenhang zwischen gestörtem Schlaf, Depressionen und Selbstmordrisiko könnte in dem Nervenbotenstoff Serotonin liegen, der im Gehirn hergestellt wird und nicht nur den Schlaf-wach- Rhythmus, sondern auch die Stimmung reguliert. Bei einem Mangel an diesem „Wohlfühlhormon“ im Gehirn leiden wir unter gedrückter Stimmung und Selbstmordgedanken, neigen oft sogar zu aggressivem Verhalten; außerdem verschlechtert sich der Schlaf. Viele Antidepressiva beruhen daher auf dem Prinzip, den Serotoninspiegel im Gehirn zu erhöhen.

Doch nicht nur unserer Psyche, auch unserem Körper setzen Schlafmangel und Schlafprobleme zu: Schon eine einzige Nacht mit Schlafentzug führt dazu, dass die Impfantwort auf eine Hepatitis-A-Impfung deutlich schlechter ausfällt. Gesunde Versuchspersonen, die man mit einem Schnupfenvirus infizierte, bekamen stärkere Schnupfensymptome, wenn sie vor der Infektion schlecht geschlafen hatten. Auch die Regulation des Blutzuckerspiegels verschlechtert sich bereits dann, wenn Probanden vorher zwei bis drei Nächte lang einer Schlaffragmentierung durch akustische Reize ausgesetzt waren.

Langfristig erhöhen Schlafmangel und schlechter Schlaf das Risiko für die Entstehung von Diabetes, metabolischem Syndrom und Herz-Kreislauf-Krankheiten wie Bluthochdruck oder Arteriosklerose. Eine Metaanalyse aus Italien, die diesen Zusammenhang anhand vieler Studien untersuchte, zeigt, dass das Risiko für die Entstehung von Herz-Kreislauf- Erkrankungen bei Patienten mit Schlafstörungen um 30 bis 50 % höher ist als bei Schlafgesunden.

Schlafstörungen schwächen das Herz

Eine große norwegische Beobachtungsstudie kam zu einem noch erschreckenderen Ergebnis: In dieser über elf Jahre dauernden Untersuchung zeigte sich bei Patienten, die an Ein- und Durchschlafproblemen litten, ein deutlicher Anstieg der Wahrscheinlichkeit, eine Pumpschwäche des Herzens (Herzinsuffizienz) zu entwickeln – und zwar unabhängig von anderen Risikofaktoren für Herzerkrankungen.

In dieser „Helseundersøkelsene i Nord-Trøndelag“ (HUNT)-Studie, die zu den weltweit größten Beobachtungsstudien gehört, erhielten rund 70 000 erwachsene Bewohner der Provinz Nord-Trøndelag in Norwegen regelmäßig Fragebögen zu ihrem Gesundheitszustand, in denen unter anderem auch nach ihrer Schlafqualität gefragt wurde: Litten die Studienteilnehmer unter Ein- und Durchschlafstörungen? Wenn ja, wie oft? Fühlten sie sich morgens nach dem Aufstehen wach und erholt? Die Antworten der Teilnehmer (die zu Beginn der Studie an keiner Herzkrankheit gelitten hatten) wurden dann zu späteren Herzinsuffizienz-Erkrankungen in Beziehung gesetzt.

Diese Studie ergab nicht nur, dass schlechter Schlaf das Herzinsuffizienz-Risiko erhöht, sondern zeigte sogar einen dosisabhängigen Zusammenhang: Teilnehmer, die nur an einem der drei erfragten Schlafproblemen (Einschlafstörung, Durchschlafstörung, unerholsamer Schlaf) litten, hatten lediglich ein leicht erhöhtes Risiko; bei zwei Schlafstörungen war das Risiko bereits um 35 % erhöht; und Probanden, die über alle drei Symptome klagten, erkrankten im Verlauf der Studie dreimal häufiger an einer Herzinsuffizienz als schlafgesunde Teilnehmer.

„Diese Ergebnisse lassen sich vielleicht so interpretieren, dass man ein Symptom eines gestörten Schlafs noch irgendwie ausgleichen kann, sodass es das Herz-Kreislauf-Risiko nur in begrenztem Maß erhöht. Wenn jemand z. B. nur Probleme mit dem Einschlafen hat, lässt sich das womöglich durch einen ausreichend tiefen, ununterbrochenen Nachtschlaf kompensieren. Doch wer nicht nur schlecht einschläft, sondern nachts auch immer wieder wach wird, also lediglich einen leichten, oberflächlichen Schlaf hat, für den gibt es vielleicht keine Kompensationsmechanismen mehr“, kommentiert Dr. Lars Laugsand, Leiter der HUNT-Studie, die Ergebnisse seiner Untersuchung.

Natürlich wurden andere Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Alter, Übergewicht, Diabetes, zu hoher Cholesterinspiegel, Bluthochdruck, Bewegungsmangel, Rauchen, Alkohol etc.) durch eine genaue Befragung der Teilnehmer aus den Ergebnissen der HUNT-Studie „herausgerechnet“. Schlafstörungen sind also offenbar ein unabhängiger Risikofaktor dafür, später einmal an einer Herzschwäche zu erkranken.

Mögliche Zusammenhänge zwischen Schlaf und Herz- Kreislauf-Risiko

Wie kommt es, dass ein gestörter Schlaf das Risiko für Herz-Kreislauf- Erkrankungen erhöht? Ganz genau weiß man das noch nicht; es kommen aber mehrere mögliche Ursachen dafür in Frage. „Natürlich kann man nicht sicher sein, ob die Schlafstörung selbst oder etwas mit der Schlafstörung Zusammenhängendes das Herz-Kreislauf-Risiko erhöht“, erklärte Schlafforscher Dr. Kai Spiegelhalder in seinem Vortrag „Prävention von körperlichen Erkrankungen durch Insomniebehandlung?“ auf der DGSM-Jahrestagung. Zum Beispiel könnte (zumindest bei einigen Teilnehmern der erwähnten Studien) eine unbehandelte obstruktive Schlafapnoe dahinterstecken; denn die Probanden wurden natürlich nicht alle polysomnografisch untersucht. Und dass eine Schlafapnoe das Herz-Kreislauf-Risiko erhöht, weiß man schon seit längerem.

„Wir wissen nicht, ob Ein- und Durchschlafstörungen tatsächlich eine Herzinsuffizienz verursachen“, betont auch Dr. Lars Laugsand. Denn seine HUNT-Studie zeigt lediglich einen Zusammenhang, aber keine Ursache-Wirkungs-Beziehung auf. Um herauszufinden, ob hier tatsächlich eine ursächliche Beziehung besteht (und warum), wären weitere Untersuchungen notwendig.

„Eine mögliche Erklärung könnte sein, dass die Insomnie Stressreaktionen im Körper aktiviert, die sich negativ auf die Herzfunktion auswirken“, meint Dr. Laugsand. Wir wissen nämlich inzwischen, dass Insomnie-Patienten an einer Art Übererregung leiden, die dazu führt, dass sie sich nicht nur seelisch, sondern auch körperlich schlechter entspannen können: „Ruhe-Herzfrequenz und Blutdruck sind bei Insomnikern erhöht“, erklärt Dr. Kai Spiegelhalder. „Das sind bekannte Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Krankheiten.“

Kurzer Schlaf – kurzes Leben

Angesichts dieser vielfältigen Zusammenhänge zwischen Schlafstörungen und körperlichen Erkrankungen ist es eigentlich kein Wunder, dass schlechter oder zu kurzer Schlaf die Lebenserwartung verkürzt: Einer US-amerikanischen Studie zufolge haben Menschen, die sieben Stunden pro Nacht schlafen, die größte Hoffnung auf ein langes Leben. Zu wenig Schlaf (unter sechs Stunden) verkürzt die Lebensdauer. Zu viel Schlaf ist aber auch nicht gut: Wer dauerhaft mehr als acht Stunden schläft, der muss – statistisch gesehen – mit einem kürzeren Leben rechnen.

Schlafprobleme sind der dritthäufigste Grund für Arztbesuche. Leider werden sie vom Hausarzt nach wie vor hauptsächlich mit rezeptpflichtigen Schlafmitteln (Benzodiazepinen und Benzodiazepinrezeptoragonisten) behandelt, obwohl diese eigentlich nur für eine kurzfristige Therapie geeignet sind, um den Teufelskreis der Schlafstörung zu durchbrechen – das heißt, um dem Patienten das beruhigende Gefühl zu geben, dass er wieder gut schlafen kann, damit er seine Angst vor der Schlaflosigkeit überwindet.

Beste Behandlungsmethode bei Insomnien: kognitive Verhaltenstherapie

Langfristig sind jedoch nicht-medikamentöse Maßnahmen am erfolgversprechendsten, wobei der kognitiven Verhaltenstherapie ein besonders wichtiger Stellenwert zukommt. Ziel dieser Therapie ist es, Einstellungen, Gedanken und Überzeugungen (sogenannte Kognitionen) zum Thema Schlaf zu verändern; denn guter und schlechter Schlaf beginnt im Kopf. Im Rahmen ambulanter Schlafschulungen (meist in kleinen Gruppen) erhalten die Patienten Informationen zu gesundem Schlaf und erfahren, mit welchen Maßnahmen man ihn fördern kann. Sie erlernen Entspannungsverfahren und Techniken zur Stressbewältigung und lernen, wie sich das schlafstörende nächtliche Grübeln abstellen lässt. Meist umfassen solche Programme auch eine Schlafrestriktion (Beschränkung der Bettzeit, s. auch S. 40).

Für Patienten, die unter schweren Schlafstörungen leiden, gibt es stationäre Behandlungskonzepte, die mit ähnlichen Therapiebausteinen arbeiten, aber wesentlich intensiver sind und außerdem viel individueller auf die Probleme und Bedürfnisse des einzelnen Patienten eingehen können. Mit solchen Interventionen lassen sich in den meisten Fällen auch bei hartnäckigen Schlafstörungen gute Behandlungserfolge erzielen.

Schlafmedizin: wichtig für die Prävention

Solche Therapieangebote schießen zurzeit wie Pilze aus dem Boden, denn Schlafstörungen werden immer mehr zum Problem; außerdem kristallisiert sich in der Schlafforschung allmählich die Erkenntnis heraus, dass die frühzeitige Behandlung von Schlafproblemen vielleicht auch eine vorbeugende Wirkung haben könnte. Zwar gibt es bisher nur wenige Untersuchungen darüber, ob man der Entstehung psychischer und körperlicher Erkrankungen vorbeugen kann, indem man Insomnien frühzeitig erkennt und behandelt – oder noch besser: indem man die Menschen auf möglichst breiter Basis über Schlafhygiene und wirksame Stressbewältigungsstrategien aufklärt, damit sie nach Möglichkeit erst gar keine Schlafstörung entwickeln. Aber dass solche Maßnahmen präventiv wirksam sein könnten, liegt nahe.

Um eine frühzeitige Diagnostik und Therapie zu ermöglichen, sollten Ärzte ihre Patienten routinemäßig nach Schlafstörungen fragen und natürlich auch über die wichtigsten schlafstörenden Krankheitsbilder und Behandlungsmethoden informiert sein. „Schlafaufklärung“ darf also nicht bei den Patienten haltmachen, sondern muss auch die Ärzte mit einschließen.

Quelle: Das Schlafmagazin: Heft 04/ 2013

Was hat es mit dem Schnarchen auf sich?

Was passiert beim Schnarchen

Schnarchen entsteht, wenn Sie im Schlaf durch den Mund atmen und die Luft dabei das Gaumensegel in Schwingung versetzt. Rund 60 % aller Menschen schnarchen gelegentlich oder regelmäßig. Oft bemerken sie das Geräusch zunächst nicht selbst, sondern werden zum Beispiel vom Partner darauf aufmerksam gemacht.

Das in der Fachsprache als Rhonchopathie bekannte Phänomen tritt vor allem dann auf, wenn Sie auf dem Rücken schlafen, denn im Schlaf nimmt die Spannung der Skelettmuskeln ab. Zu ihnen gehört auch die Kiefer- und Zungenmuskulatur. Wenn sich diese Muskeln während des Schlafens entspannen, rutscht der Kiefer leicht nach hinten.

Gleichzeitig gleitet auch die Zunge nach hinten und unten. Reflexe verhindern dabei im Normalfall, dass die Zunge die Atemwege versperren kann. Diese Verschiebung hat jedoch zur Folge, dass das Gaumensegel schlaff im Weg des Luftstroms hängt und in Vibration geraten kann.

Folgen des Schnarchens

Mediziner unterscheiden verschiedene Arten des Schnarchens. Das primäre Schnarchen gilt im Allgemeinen als harmlos. Anders verhält es sich mit der obstruktiven Schlafapnoe. Dabei sinkt die Zunge noch weiter ab und versperrt die Atemwege so weit, dass in den Lungen nicht mehr genügend Sauerstoff ankommt. Der Körper löst daraufhin einen Reflex aus, der den Betroffenen aus dem Schlaf reißt.

Obwohl das primäre Schnarchen weitestgehend harmlos ist, kann es unangenehme Konsequenzen nach sich ziehen. Schnarchen tritt während der Mundatmung auf, wodurch Flüssigkeit aus der Mundhöhle verdunsten kann. Ein trockener Mund beim Aufwachen kann deshalb ein Hinweis auf nächtliches Schnarchen sein.

Die Schwingungen können darüber hinaus die Nerven schädigen, die sich im betroffenen Gewebe befinden. Eine mögliche Folge ist eine Sensibilitätsstörung der Mundschleimhaut. Auch die Nerven, die die Halsmuskeln steuern, können beschädigt werden.

Personen, die schnarchen, können tagsüber schläfrig sein. Die reduzierte Wachheit bewirkt in einigen Fällen Konzentrationsstörungen, Störungen des Arbeitsgedächtnisses oder andere kognitive Probleme.

Wann wird Schnarchen problematisch?

Direkt spürbar ist die Belastung durch das Schnarchen vor allem für andere Personen, die mit dem Schnarchenden in einem Raum schlafen. Das Geräusch wird in der Regel als sehr unangenehm empfunden und verursacht Stress. Wenn Sie neben einem schnarchenden Partner im Bett liegen, leiden Sie sogar eher unter Schlaflosigkeit (Insomnie) als der Schnarchende – denn dieser schläft auch trotz Sägegeräusch weiter.

Es gibt keine einheitliche Meinung darüber, ab wann Rhonchopathie behandelt werden sollte. Einige Ärzte weisen auf die möglichen Schäden und Komplikationen hin, die auch beim primären Schnarchen entstehen können.

Leiden Ihre kognitiven Fähigkeiten? Fühlen Sie sich nicht richtig ausgeruht, obwohl Sie ausreichend Stunden Schlaf hatten? Stört Sie ein übler Mundgeruch, der sich aufgrund der trockenen Mundschleimhaut bilden kann? Dann sollten Sie Ihren Hausarzt aufsuchen und ihm das Problem schildern.

Behandlung gegen Schnarchen

Schon eine Veränderung der Kopfhaltung beim Schlafen hilft in einigen Fällen dabei, das Schnarchen zu verringern. Da das Schnarchen meist bei einer Schlafposition in Rückenlage auftritt, kann ein speziell geformtes Kissen ausreichen, welches den Kopf im Schlaf zur Seite bewegt. Dadurch kann das schlaffe Gaumensegel nicht mehr von der Luft in Schwingung versetzt werden. Die Ergebnisse der Methode sind jedoch bislang nicht zuverlässig.

Zu den konservativen Behandlungsmethoden gehört eine gründliche Reinigung der Nase (beispielsweise mittels einer speziellen Kanne zur Nasenspülung). Darüber hinaus existieren verschiedene Produkte, die die erschlaffte Muskulatur in Kiefer und Gaumen unterstützen. Auch das Tragen eines Nasenspreizers kann helfen. Er spreizt die Nasenflügel und kann die Mundatmung verringern.

Eine CPAP-Maschine drückt Atemgase in eine Maske, die sich der Schlafende über den Kopf zieht. Dadurch kann er auch bei einer obstruktiven Schlafapnoe noch genügend Sauerstoff erhalten. In schweren Fällen ist zudem eine Operation möglich.

Was sie persönlich gegen das Schnarchen tun können

Ein absolutes Heilmittel gegen Schnarchen gibt es bisher leider nicht, da zahlreiche Ursachen dafür in Betracht kommen. Allerdings stehen medizinisch bewährte Ansätze zur Verfügung, mit denen Betroffene ihr Schnarchen stoppen können. Welche das sind, erfahren sie im nachfolgenden Beitrag.

Verbesserung der Nasenatmung

Ist die Nase verstopft, begünstigt dies das Schnarchen sowie schlechten Schlaf. Aufgrund dessen sollten Betroffene darauf achten, dass ihre Nasenatemwege frei sind. So lässt sich nachts unbeschwert durch die Nase atmen.

Der Grund für Schnarchen aufgrund einer verstopften Nase ist, dass die Lunge wie ein Staubsauger agiert. Dabei sind die Atemwege mit einem Staubsaugerschlauch zu vergleichen. Die Nase des Betroffenen ist in dem Fall die Saugdrüse. Sobald die Nase verstopft ist, bildet sich in den Atemwegen ein kräftiger Unterdruck, da die Lunge weiterhin Luft ansaugt. Die Atemwege ziehen sich zusammen und erzeugen Luftverwirbelungen. Diese sorgen für Vibrationen in der Rachenregion, was letztendlich zu den Schnarchgeräuschen führt.

Nasenspreizer sind die optimale Lösung für eine freie Nasenatmung. Aufgrund verbesserter Nasenatmung lässt sich das Schnarchen abstellen. Ein Nasenspreizer verfügt über zwei kleine sowie weiche Kunststoffbögen. Diese sind über einen Steg miteinander verbunden, wobei die Form je nach Hersteller variieren kann. Betroffene schieben die jeweiligen Bögen in ein Nasenloch. Dadurch werden der Naseneingang sowie der äußere Nasenraum erweitert und stabilisiert. Hierbei können Nasenwege auch bei starkem Einatmen nicht mehr zusammenfallen. Eine Nasenweitung lässt sich ebenso als Dilatation bezeichnen. Aufgrund dessen können Betroffene die Nasenspreizer unter dem Begriff Nasendilatatoren erwerben.

Vermeiden der Mundatmung

Zumeist wird Schnarchen ebenso aufgrund von Mundatmung ausgelöst. Im Vergleich zur Nasenatmung handelt es sich hierbei um eine ungesunde Atmung. Atmen Betroffene durch den Mund, können dadurch Staub- und Schmutzteilchen sowie Keime und Krankheitserreger in den Organismus eindringen. Wer die Mundatmung und somit das Schnarchen vermeiden will, sollte zu einem Mundstück greifen. Diese ähneln einem Zahnschutz, wie Boxer sie tragen. Das Mundstück lässt sich zwischen den Lippen und den Zähnen einsetzen. Dabei müssen Betroffene diesen nicht einmal fixieren. Das Mundstück verhindert, dass Betroffene im Schlaf durch den Mund atmen. Begleitend unterstützt das Mundstück eine natürliche sowie erholsame Nasenatmung.

Förderung der Seitenlage

Eine weitere Ursache des Schnarchens ist insbesondere, dass die Zunge beim Schlafen in den Rachen sinkt. Dieses Problem tritt lediglich dann ein, wenn Betroffene in der Rückenlage schlafen. Aufgrund dessen ist es empfehlenswert, diese Schlafposition zu vermeiden. Für Betroffene ist es ratsam, eine Positionstherapie zu beginnen. Dazu zählen alle Produkte, die für den Schlaf in Seiten- oder Bauchlage sorgen. Nennenswert sind vor allem Schlafrucksäcke, Schlafgürtel sowie Kissen. Diese Produkte sind mit einem Schaumstoffkeil versehen, der für einen komfortablen Schlaf sorgt. Dabei wird ebenfalls verhindert, dass sich Betroffene in Rückenlage positionieren.

Trainieren des Gaumengewebes

Alle Formen des Schnarchens lösen in der Regel Gewebsschwächen aus. Dabei versetzt die verwirbelte Atemluft schlaffes Gewebe in Schwingungen. Haben Betroffene schlaffes oder untrainiertes Gewebe, geht dieser Prozess leichter und Schnarchen ist die Folge. Betroffene, die ihren Muskeltonus sowie die Gewebsspannung gezielt fördern, können ihr Schnarchen effektiv vermindern oder sogar gänzlich stoppen. Es stehen zahlreiche verschiedene Trainingsgeräte sowie Übungen zur Verfügung. Mit der Face-Former-Methode können Betroffene ihre Lippen- und Mundmuskulatur trainieren. Mithilfe des Produkts sollen Betroffene dauerhaft und ohne Mundstück schlafen können. Zusätzlich gibt es die Röhrchentherapie, die ähnlich wirkt. Darüber hinaus ist die Dragon-Pearl-Methode äußerst bewährt. Diese Maßnahme zielt darauf ab, den Zungenboden zu stärken und gleichzeitig den Rachenring zu straffen. Ferner lassen sich dadurch die Muskeln der Zunge trainieren. Begleitend regt er die nervalen Verbindungen im Gaumengewebe an.

Korrektur der Kieferposition

Es kann sein, dass Betroffene unter Zungenschnarchen leiden. Dies können sie ebenfalls abstellen, indem sie ihren Unterkiefer korrigieren. Eine Protrusionsschiene (Anti-Schnarch-Schiene) kann hierbei Abhilfe schaffen. Mithilfe der Schiene lässt sich der Unterkiefer leicht nach vorne verschieben. Bei diesem Prozess werden die Zungenmuskulatur sowie das Gewebe im Unterkiefer und im Rachen ein wenig unter Spannung gesetzt. Die Atemwege im hinteren Rachenbereich weiten sich, sodass Atemluft ungehindert ein- und ausströmt.

Brustvergrößerung

Die Brust vergrößern

In erster Linie wird bei einer Brustvergrößerung das Ziel verfolgt, dass der weibliche Busen mit Hilfe von Implantaten, die gewünschte Größe und auch Form erreicht, welche sich die Patientin vorstellt. Liegt eine Asymmetrie vor (eine Brust ist kleiner) oder ist die Brust deutlich erschlafft, kann auch eine Bruststraffung – in Verbindung mit der Vergrößerung – erfolgen. Viele Frauen haben Bedenken, dass auf Grund der Operation die Stillfähigkeit beeinflusst wird; das ist nicht der Fall. Die Operation erfolgt entweder tagesklinisch oder stationär, wobei in vielen Fällen die Patientin – nach dem Eingriff – rund 24 Stunden in der Klinik verbleiben muss. (mehr …)

Warum gesunde Ernährung so wichtig ist

Ein gesunder Salat

Wissen Sie eigentlich, warum kosmetische Operationen wie zum Beispiel die Faltenglättung oder das Fettabsaugen so beliebt sind? Immerhin handelt es sich um wenn auch kleinere chirurgische Eingriffe und auch wenn die in der Mehrzahl der Fälle zweifellos berechtigt sind, kann man sich manches sicher erst einmal sparen und zum Beispiel mit einer gesunden Ernährung einiges für das Wohlbefinden tun. Das ist gar nicht so schwer, erfordert aber etwas Sorgfalt und vor allem Umsicht beim Einkauf. (mehr …)

Plastische Chirurgie – Lohnt sich das?

Schönheitschirurgie in München

Kaum ein Zweig der Medizin bringt so viel Gutes hervor und ist doch den schärfsten Angriffen ausgesetzt: Die plastische Chirurgie, die nicht nach einem Unfall oder ähnlichen angewendet wird, sondern vielmehr dem Verbessern des eigenen Wohlbefindens dient, ist beliebt und hat zugleich viele Kritiker. Das liegt aber nicht einfach nur am primitiven Neidgefühl, dass mancher Besserwisser ausbildet, sondern zugleich auch an simplen Vorurteilen. Meist zeigt man da nur die Verunstaltungen irgendwelcher Promis, die es entweder übertreiben oder sich schon vor Jahrzehnten mit den absurdesten Verfahren behandeln ließen und man sollte diesen Berichten wenig Glauben schenken. (mehr …)

Lohnt sich (Heil)Fasten wirklich?

Lohnt sich das Fasten?

Mittlerweile gibt es fast so viele Bücher zum Fasten wie zur erfolgreichen Diät und selbst wenn den wenigsten der Unterschied zwischen diesen beiden Verfahren gar nicht bekannt ist, handelt es sich doch um völlig verschiedene Ansätze: Während die Diät in erster Linie ein Reduktion des Gewichts anstrebt und sich damit nur punktuell etwa vom Fettabsaugen wie auch vom konzentrierten Bauch – Weg Training unterscheidet, ist das Heilfasten eine Methode zur Reinigung und Entschlackung. (mehr …)

Was läuft schief in der deutschen Gesundheitspolitik?

Die deutsche Gesundheitspolitik

Dieser Tage beschäftigen sich unsere Politiker bekanntlich mal wieder ausführlich mit der Gesundheitspolitik und bieten neue, angeblich großartige Vorschläge, um das Gesundheitswesen auf Vordermann zu bringen. Freilich ist das Ganze mal wieder eine Mogelpackung und es ist kein Wunder, dass wir beim Thema Vorsorge und Behandlung auf Eigeninitiative setzen müssen. (mehr …)