Was läuft schief in der deutschen Gesundheitspolitik?

Die deutsche Gesundheitspolitik

Dieser Tage beschäftigen sich unsere Politiker bekanntlich mal wieder ausführlich mit der Gesundheitspolitik und bieten neue, angeblich großartige Vorschläge, um das Gesundheitswesen auf Vordermann zu bringen. Freilich ist das Ganze mal wieder eine Mogelpackung und es ist kein Wunder, dass wir beim Thema Vorsorge und Behandlung auf Eigeninitiative setzen müssen.

So sind kosmetische Operationen, für viele Menschen schlichtweg unverzichtbar, überhaupt nicht auf dem Radar, während dem Alkoholiker auch noch der 10. Entzug bezahlt und der allgemeinen Verfettung überhaupt nichts entgegengesetzt wird. Folgende Dinge sollten jedenfalls eine größere Rolle spielen:

Zucker

In beinahe jedem Produkt, das die Märkte und Discounter im Angebot haben, findet sich Zucker. Das ist kein Witz und selbst ausgewiesen salzige Lebensmittel sind gezuckert und Würziges und Scharfes ist heute mit süßen Stoff versehen. Dahinter steckt dann auch ein klares Kalkül der Industrie, denn Zucker löst im Gehirn ähnliche Prozesse aus wie eine begehrte Droge und so läuft uns im wahrsten Sinne des Wortes das Wasser im Munde zusammen, wenn wir all die leckeren Fertigprodukte im Kühlregal und anderswo sehen.

Doch zugleich entfaltet das Übermaß an Zucker eben auch zahllose negative Effekte und genau da tut die deutsche Gesundheitspolitik überhaupt nichts! Verfettung, Herz – Kreislauf – Erkrankungen und Diabetes sind nur einige der Folgeeffekte und die belasten die Gesundheitskasse in zunehmendem Maße dramatisch.

Zucker ist eine Gefahr

Dem “Zucker-Problem” wird zu wenig Beachtung geschenkt

Medikamente

Auf der einen Seite schimpfen selbsternannte Besserwisser über Brustvergrößerungen oder die Augenlidstraffung und bezeichnen die plastische Chirurgie als unnütz, zugleich aber schieben sie dem massiven Missbrauch von Arznei aus der Apotheke keinerlei Riegel vor. Abgesehen davon, dass eine kosmetische OP jedem selbst überlassen sein sollte und in den meisten Fällen auch sehr vorteilhaft für die Betroffenen ist, handelt es sich um staatliche Gängelei und Entmündigung! Bei Medikamenten hingegen kennt die Politik keine Hemmungen.

Beispiel Benzodiazepine: Obwohl bekannt ist, dass diese schnell abhängig machen, gibt es für den Arzt überhaupt keine Vorschriften, um den Patienten entsprechend zu beraten, im Gegenteil – man ermuntert durch knappste Abrechnungen eine ausführliche Behandlung und lässt zu, dass psychische Probleme in vielen Fällen den Weg in eine Sucht bedeuten! Und das indirekt eben mit ärztlicher und staatlicher Hilfe!

Sport

Sicher, die Krankenkassen werden indirekt dazu auch angespornt, ihren Mitgliedern entsprechende Sportprogramme nahezulegen, doch ganz allgemein bekommt der Breitensport bei Weitem nicht die Würdigung von staatlicher Seite, wie es eigentlich der Fall sein sollte. Da lassen sich zwar Politiker regelmäßig bei Endrunden der Fussball – WM sehen, doch in der Provinz fehlt es dem kleinen Sportverein an allem und viele Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene haben keine Möglichkeit, um in der Freizeit sich sportlich zu betätigen.

Da muss endlich mal was passieren, denn das hat viel größere Effekte als irgendwelche Gesundheitsprämien, Lebensmittel – Ampeln oder gar die anmaßenden Vorschriften, die uns jeden Tag überschwemmen!