Nach der Lidstraffung – Tipps für eine optimale Nachsorge

Frauen und Männer entscheiden sich heute gleichermaßen für eine Augenlidstraffung, wenn mit zunehmendem Alter die Fältchen überhand nehmen. Lidstraffungen gehören mittlerweile zu den beliebtesten chirurgischen Schönheitsoperationen. Längst entscheiden sich nicht mehr nur prominente Leute für kleine Korrekturen im Gesicht. Bei diesen gehören die chirurgischen Eingriffe seit Jahrzehnten zum Lifestyle, denn ständiges im Mittelpunkt und vor der Kamera stehen fordert seinen Preis. Doch auch der Manager, die Assistentin, die Geschäftsfrau, der Sportkaufmann, die Friseurin, der Recruiter oder Pensionäre, Hausfrauen und sogar Studenten möchten heute mehr denn je dem Schönheitsideal dieser Zeit gerecht werden. Sich unters Messer zu legen ist keine Seltenheit mehr und gehört zu Wellness, gesunder Ernährung und einer sportlich aktiven Freizeitgestaltung fast automatisch dazu.

Der Traum vom ewigen Leben, verbunden mit der Sehnsucht nach ewig währender Jugend, hängt wie ein Damoklesschwert über den Köpfen der Gesellschaft der Schönen und Reichen oder derer, die es werden wollen. Super Food, eine ausgeglichene Work-Life-Balance und der medizinische Fortschritt ermöglichen ein Leben, das auch jenseits der Fünfzig noch nach einem attraktiven Aussehen verlangt und schreit. Denn schöne Menschen haben mehr vom Leben, gelten sie doch als weitaus glücklicher, erfolgreicher und zufriedener.

Aber auch wer sich dem Trend nach Vollkommenheit, einem dauerhaft glatten Teint und faszinierender Faltenfreiheit nicht unterwerfen will, kann in die Situation geraten, aus gesundheitlichen Gründen einen operativen Eingriff an den Augen in Erwägung ziehen zu müssen. Hängende Schlupflider und aufgeschwollene Tränensäcke sind nicht nur unschön, sondern können auch das Sehvermögen beeinträchtigen und sogar schmerzhaft sein. Außerdem belasten sie die Betroffenen stark, denn ein ungesundes Erscheinungsbild kann Diffamierung, Stigmatisierung und Komplexe bedeuten. Deswegen sind Lidstraffungen häufig auch medizinisch indiziert. Umso wichtiger ist es, dass sich Patienten umfassend informieren, wie sie selbst zu einer schnellen und erfolgreichen Genesung nach solch einer Operation am besten beitragen können.

Vorsorge ist besser als traurige Augen

Operative Eingriffe im Augenbereich, speziell an den Ober- wie Unterlidern, sind in der Regel unkompliziert und verlaufen meistens ohne Nebenwirkungen. Für ein optimales Ergebnis in Form schöner und strahlender Augen sind jedoch unbedingt einige Faktoren auch schon vor der Operation zu beachten. Das beginnt bereits bei der Wahl des behandelnden Arztes. Langjährige Erfahrung, absolute Kompetenz auf dem besonderen Gebiet der Lidstraffung sowie Seriosität und Sympathie sind unerlässlich bei der Arztwahl. Hier dürfen keine Abstriche gemacht werden!

Auch wenn die Lidkorrektur zu den eher ungefährlichen Schönheitsoperationen gehört, können Risiken nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Es kann unter anderem zu einer Unverträglichkeit des Lokalanästhetikums oder anderer Medikamente kommen. Mit eventuellen Nachblutungen müssen Patienten ebenfalls rechnen. Einige Patienten berichteten von trockenen und brennenden Augen. Allgemeine Durchblutungsstörungen und eine verzögerte Wundheilung können mitunter unangenehme Begleiterscheinungen nach Augenoperationen sein.

Es ist umso wichtiger, für eine ausreichende und möglichst gesundheitsschonende Vorbereitung zu sorgen. Überdachte und umsichtige Vorkehrungen tragen maßgeblich zu einem gelungenen Heilungsprozess bei und beschleunigen diesen. Es wird deshalb immer empfohlen, blutverdünnende Medikamente in Absprache mit dem behandelnden Facharzt rechtzeitig vor der geplanten Augen-OP abzusetzen. Impfungen jeglicher Art sollten zwei Wochen vor und nach der Operation nicht mehr durchgeführt werden. Eine gesunde Ernährung, der Verzicht auf Nikotin und kein übermäßiger Alkoholkonsum können sich wesentlich auf das spätere Endergebnis auswirken. Verantwortung sich selbst und seinem Körper gegenüber sollte jeder Patient mitbringen, um letztlich das schöne Ergebnis zu erhalten, das gewünscht ist. Eine allumfassende Beratung mit aussagekräftigen Informationen kann zudem falschen Erwartungen entgegenwirken und unnötige Ängste ausbremsen.

Was nach dem Eingriff wichtig ist

Die Operation ist gut überstanden, jetzt zählt vor allem eine heilfördernde Nachsorge. Es gibt einige Maßnahmen, die den Heilungsprozess vorantreiben und die jeder Patient kennen muss. Der Arzt wird möglicherweise zunächst einen Druckverband legen, der die beanspruchten und gereizten Augen in den ersten Stunden nach der Operation umfänglich schützt. Sobald der Druckverband entfernt ist, können die Augen in wiederholenden Abständen gekühlt werden. Vor allem am ersten Tag, direkt nach der OP, ist dies immens wichtig. Hierfür können Kompressen, Gel-Kühlpacks oder auch Gelbrillen verwendet werden. Zwanzig Minuten kühlen mit regelmäßigen Pausen dazwischen genügen, damit die empfindlichen Schwellungen abklingen. Danach muss nicht weiter gekühlt werden, da sonst die Gefahr besteht, dass die Schwellungen sich verhärten.

Auch nach der Operation sollte unbedingt auf den Konsum von Nikotin und Alkohol verzichtet werden. Diese Gifte können zu folgenschweren Durchblutungsstörungen führen. Drogen und blutverdünnende Medikamente sind absolut tabu. Stattdessen können entzündungshemmende Medikamente helfen bei der Genesung. Nach wenigen Tagen kann mit Lymphdrainagen oder Ultraschallbehandlungen begonnen werden. Diese Maßnahmen helfen bei der Beschleunigung der Wundheilung. Wer starke Schmerzen verspürt, kann zusätzlich auf Schmerztabletten zurückgreifen. Halten die Schmerzen an, ist jedoch unmittelbar ärztlicher Rat einzuholen.

Eine Operation an den Augen beansprucht die dünne und sensible Haut in der Augenregion besonders. Deswegen empfehlen Experten, in der ersten Zeit nach einem solchen Eingriff eine erhöhte Schlafposition einzunehmen. Das kann ganz problemlos mit einem zusätzlichen Kissen, das untergelegt wird, umgesetzt werden. In den ersten zwei bis drei Wochen sollte auf sportliche Aktivitäten verzichtet werden. Dies gilt gleichfalls für andere körperliche Überanstrengungen. Von Tätigkeiten in gebückter Haltung wird weitestgehend abgeraten.

Eine unmittelbare und direkte Sonneneinstrahlung ist in den ersten drei Monaten nach der OP unbedingt zu vermeiden. Wer mit einer extremen Überempfindlichkeit bei grellem Licht zu kämpfen hat, trägt am besten eine Sonnenbrille mit UV-Schutz. Auch von heißen Bädern und Saunagängen muss in der ersten Zeit abgesehen werden. Kontaktlinsen können frühestens nach einer Woche wieder bedenkenlos getragen werden. Mit Make-up sollte in der Anfangszeit nach der Operation besonders sparsam umgegangen werden. In jedem Fall ist der Kontrolltermin zur Nachsorge beim Arzt unerlässlich.

Kann jetzt noch was schief gehen?

Eine heilsame Narbensalbe kann bis ein- bis zweimal am Tag sanft auf die Lider aufgetragen werden, bis die Fäden gezogen sind. Wenn trotz aller vorsorglichen Maßnahmen Hämatome entstehen, empfiehlt sich die Einnahme des homöopathischen Heilmittels Arnica Globuli. Die Öle der Arnikablüte wirken antiseptisch und entzündungshemmend.
Die feinen Fäden werden wenige Tage nach der OP gezogen, das Endergebnis ist nach zwei Wochen sichtbar. Schwellungen und auftretende Spannungsgefühle oder leichte blaue Verfärbungen dauern nur wenige Tage an und klingen in der Regel schnell ab. Auch minimale Gefühlsstörungen in der Augenregion verflüchtigen sich nach wenigen Tagen wieder.

Nach einer Operation an den Augen gilt immer: Die Augen schonen und nochmals schonen! Das bedeutet auch, nicht zu viel lesen oder fernsehen oder Auto fahren. Generell sollte alles vermieden werden, was eine hohe Konzentration beim Sehen erfordert und die belasteten Augen anstrengt. Lieber Ruhe schaffen und möglichst die Wunden nicht mit den Händen berühren.

Ein wertvoller Tipp für eine bestmögliche Erholung und Gesundung ist: Ananas konsumieren, in welcher Form auch immer. Denn die süße Frucht enthält das Enzym Bromelain, das eine heilsame Wirkung bei Entzündungen hat.