Abbildung des berühmten Gemäldes "Die Freiheit führt das Volk" von Eugène Delacroix
Pflege

Um die Pflege ist es schlecht bestellt – Gut, dass einige etwas tun!

Dass, das deutsche Pflegesystem in Schwierigkeiten steckt, hat inzwischen wohl jeder erkannt. Auch die, die nicht im näheren familiären Umfeld einen pflegebedürftigen Menschen haben. Neueste Statistiken sprechen von einem Pflegekräftemangel von etwa 353.000 bis zum Jahr 2030. Das ist nicht ohne.

Die Politik hat inzwischen auch bemerkt, dass sie das Problem nicht länger ignorieren kann – doch sie handelt langsam und oft auch nur halbherzig. Pflegeberufe sind Knochenjobs, die so schlecht bezahlt werden, dass sie keiner mehr machen will. Das führt zu Pflegekräften, die kurz vor dem Burn-out stehen und zu Pflegenden, die nicht die Fürsorge erhalten, die sie verdienen und die ihnen die Pflegenden wünschen würden. Am Ende verlieren alle.

Die Pflege schaut nicht mehr tatenlos zu

Somit bilden sich immer mehr nichtstattliche Institutionen und Vereine, die sich nun selbst um das Problem kümmern wollen, um gemeinsam dem drohenden Unheil entgegenzuwirken.

Einer davon ist der Verein “Pflege in Bewegung” (PiB). Dieser hat sich mit dem Ziel gegründet die Pflegesituation in Deutschland zu verbessern. Dies soll einerseits über mehr Sichtbarkeit in der Politik und andererseits über einen Netzwerkausbau in der Pflege selbst erreicht werden. „PiB“ setzt sich für bessere Verhältnisse für die Pfleger, die Pflegenden und deren Angehörige ein und fordert:

  • dass sich die Situation von pflegebedürftigen Menschen verbessert
  • dass sich die Situation für privat und beruflich Pflegende verbessert
  • dass die Bildung im Gesundheitswesen besser gefördert wird
  • dass die Pflege bundeseinheitlich definiert wird
  • dass die angestrebte Qualität voll finanziert wird
  • dass bürgerschaftliches Engagement gefördert wird
  • dass ein rechtlich definierter Personalschlüssel verabschiedet wird

Gut für uns alle, dass es dieses Engagement gibt. Denn die Pflege hat in der Politik kaum eine Lobby. Schließlich ist sie nicht die Autoindustrie. Dabei scheinen alle zu vergessen, dass es sich in der Pflege nicht um Objekte, sondern um unsere nächsten Angehörigen dreht, und dass das Thema – früher oder später – jeden einmal angeht.